zwenkau


Meine Heimatstadt Zwenkau, nachdem ich im Erzgebirge(Mildenau) geboren wurde und in Annaberg-Buchholz die ersten drei Jahre verlebt habe, ist eine ca. 9000 Einwohner zählende Stadt.

Südlich von Leipzig und nur 1,2 km entfernt vom Cospudener See entsteht ab dem Herbst 2006 aus dem ehemaligen Tagebau Zwenkau durch die Flutung bis 2011 der zwölftgrößte See Deutschlands.

 

Unser Ort lag an der EB-Strecke Gaschwitz - Meuselwitz, der GMEB. Unterbrochen nach Gaschwitz durch den Tagebau Zwenkau am 13.01.1957, und nach der Kohleabfuhr über Pegau oder Neukieritzsch erfolgte die Stillegung unseres Bahnhofes am 22.2.97.

Unser Bahnhof Zwenkau lag am km 5,27 der Gaschwitz-Meuselwitzer Eisenbahn

 

Die Planungen dafür begannen 1872 und endeten am 6. September 1874 in der lang ersehnten Eröffnungsfeier. Am 1.1.1886 ging sie in das Eigentum des sächs. Königreich über. Bis zum ersten Weltkrieg stieg der Güterverkehr rasant an, selbst ein siebzehn-gleisiger Ausbau wurde schon erwogen. Es wurden bis zu 2190 Wagen/Jahr abgefertigt, welches den 10 Ziegeleien, des Gaswerkes, eines Brikettwerkes und natürlich auch den zahlreichen ansässigen mittelständigen Betrieben zu verdanken ist. Allerdings ist ein starker Rückgang der Fracht in den Inflationsjahren zu verzeichnen gewesen. Nach dem Ausbau des Busverkehrs und der Unterbrechung der Bahnlinie am 13.1.1957 nach Gaschwitz  sowie der Einstellung des Güterverkehrs durch den endenden Tagebau Zwenkau fuhr auch der letzte Zug am 27.6.1997 vom Werk Böhlen durch den am 1.9.1987 aufgelassenen Bahnhof Zwenkau. Zum 30.9.1998 wird die Strecke dauerhaft stillgelegt. Der Abriss der Gleisanlagen erreicht am 20.3.2003 den Bahnhof. Die Städte Zwenkau und Groitzsch haben 2007 auf der alten Trasse einen Radweg angelegt, welcher in das Radwegenetz des Südraumes Leipzig integriert ist.

 

Umbau 2006

 

 

Die beiden ehemaligen Säulen der Wartehalle

 

Deckenbalken im 2.OG  und Blick auf den Garten (ehem. Bahnsteig und zwei Gleise) Richtung Leipzig

 

Zugbetrieb

 

 

120er in den achtziger Jahren, rechts hinten die Verladung Tagebau

 

Der Bahnhof mit Kohle und Ölzügen

Merktafel vom 31.8.1987. Der Bahnhof wurde zum 1.1.1987 aufgelassen. 57635 als letzter Zug durch den Bahnhof Zwenkau. 

 

Die Geschichte des Bahnhofes ist auf CD bei uns erhältlich.

"Zwenkau im Eisenbahnzeitalter" herausgegeben vom Heimatverein Zwenkau, 38 Seiten, 7 Euro.


 

Ebenso verfügte unser Ort über bis zu 11 Ziegeleien, welche zum Teil auch mit Feldbahnen ausgestattet waren. Die Gebäude der letzten in Betrieb  gewesenen Ziegelei (ehem. Dietze) wurden erst im Frühjahr 2006 abgerissen.


 

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